Kirchenrechtlich

Kirchenrechtlich

Der Codex des kirchlichen Rechts von 1983 erkennt diese Form des geweihten Lebens als einen eigenen Stand (Ordo) in der Kirche an und spezifiziert diesen rechtlich: Geweihte Jungfrauen sind solche, ‚Äědie zum Ausdruck ihres heiligen Vorhabens, Christus in besonders enger Weise nachzufolgen, vom Di√∂zesanbischof nach anerkanntem liturgischen Ritus Gott geweiht, Christus dem Sohn Gottes, mystisch anverlobt und f√ľr den Dienst der Kirche bestimmt werden‚Äú(can. 604 ¬ß1 CIC). Die Weihe ist √∂ffentlich, pers√∂nlich und auf Lebenszeit. Sie ist einmalig und unwiderruflich.

Can. 604 ¬ß2 CIC erw√§hnt die M√∂glichkeit der geweihten Jungfrauen, Vereinigungen zu bilden ‚Äěum ihr Vorhaben treuer zu halten und den in ihrem eigenen Stande entsprechenden Dienst f√ľr die Kirche durch die gegenseitige Unterst√ľtzung zu steigern‚Äú. Eine Vereinigung kann auf di√∂zesaner oder √ľberdi√∂zesaner (nationaler) Ebene gebildet werden und hat ihre Ziele in √úbereinstimmung mit can. 604 ¬ß2 CIC klar zu definieren. Die Zugeh√∂rigkeit zu einer Vereinigung schlie√üt keine gemeinschaftliche Lebensform ein.
Die Vereinigungen gottgeweihter Jungfrauen sind keine Institute des geweihten Lebens und auch keine Zwischenstufen auf dem Weg zu einer Anerkennung als ein solches. Das Recht, Vereinigungen zu bilden, wird den geweihten Jungfrauen durch die cann. 298‚Äí329 CIC erteilt, das hei√üt auf der Grundlage des allen Gl√§ubigen gemeinsamen, nat√ľrlichen Rechts, sich zu Vereinen zusammenzuschlie√üen. Can. 604 ¬ß 2 CIC spricht von der M√∂glichkeit, nicht von der Pflicht, eine Vereinigung zu bilden. Dabei ist festzuhalten, dass die geweihten Jungfrauen ihrem Di√∂zesanbischof zugeordnet bleiben und das Recht, sich zu einer Vereinigung von Jungfrauen zusammenzuschlie√üen, der Anbindung an die Di√∂zese nicht im Wege stehen darf.